16. bis 18. Juli: DEBÜT
Trends zum Orderstart F/S 2012 - von Susanne Lost
Zwischen Wirklichkeit und Traum
Die Welt bleibt auch lange nach dem Ende des Kalten Krieges geprägt von Polaritäten: Rechts und Links, Rot und Schwarz, Extremluxus und Prekariat. Auch die Trends oszillieren zwischen den Polen: Realismus und rational geprägter Essentialismus auf der einen, Fantasie und eskapistischer Maximalismus auf der anderen Seite. Viel mehr als um Pole handelt es sich aber um Felder und Spielwiesen, die angefüllt sind von einem reichen Angebot an zeitgeistigen Optionen, die sich teils gegenüberstehen, teils Hand in Hand gehen, denn, so Jeroen van Rooijen, Trendboard-Chef des Deutschen Modeinstituts DMI: „Mode ist kein Solo, sondern ein vielstimmiger Chor.“
Das Themenfeld des Realismus ist geprägt von gekonnter Reduktion und Alltagstauglichkeit:
Abgeräumte Eleganz, deutlich sichtbare Einflüsse aus Body- und Sportswear; innovative Funktionstextilien und elastische Materialien erzeugen eine moderne Optik. In Kombinationen kommen die sehr körperbewussten Teile noch besser zur Geltung. Elemente der klassischen Menswear wie das weiße Hemd, die Bundfaltenhose und das Sakko sind in Proportion und Material an weibliche Bedürfnisse angepasst. Für den schicken Auftritt inszeniert man sich mit bewusst properer Attitüde im Stil des 50er Jahre-Sonntags-Outfits.
Dem gegenüber stehen Phantasie und Maximalismus – mit Posen und Inszenierungen, Körperkult und exotischen Sehnsüchten, maßgeblich inspiriert vom Street Style voller Spannungen und Brüche. Spielerische Rezepte für Individualität und Rollenspiel: Hyperfeminität setzt auf Sinnlichkeit, Sexappeal und die Macht der Kurven. Neue digitale Drucktechniken eröffnen der Mode ganz neue Dimensionen für expressive Motivwelten, Verfremdungen, extreme, übergroße Grafik und intensiv florale Drucke. Die Sehnsucht, auszubrechen, kulminiert in einem neuen „Ibiza-Feeling“, wo ein entspannter, alternativer Lebensstil mit Highlife Jetset und Pool Party verschmelzen. Provokation durch Punk, Radikalität, Protest und Krawall bleiben auch im Sommer 2012 unentbehrlich, um das schwankende Lebensgefühl unserer Zeit expressiv zu vermitteln.
Farbe bekennen – das ist die zentrale Gestaltungshaltung für den nächsten Sommer. Intensive, leuchtende Farben geben Impulse zum Überdenken von Proportionen und transportieren Modernität. Digitale Brillanz verändert die Farbwahrnehmung. Kräftige Colours, expressive Kontraste, Schwarz als neu definierter Partner intensiver Farben mit grafisch ordnender Funktion. Blau tritt als Alternative zu Schwarz auf. Digital inspirierte Drucke – Papageien, Blumen, Palmen, Pflanzen - unterstützen die Farboffensive. Dem gegenüber bleibt helle Leichtigkeit durch Noncolours und zarte Pastelle ein wichtiges Ausdrucksmittel sommerlicher Unbeschwertheit. Damit geht ein deutlicher Silhouettenwechsel einher. Die Schulterlinie ist natürlich schmal und ohne Polster, die Taille wird gerade bis zur jeweiligen Saumweite fortgeführt, die Schnitte werden weiter.
DEBÜT 16. bis 18. Juli 2011
Orderstart für die Saison Frühjahr/Sommer 2012
Alle Anbieter und Kollektionen
Die Welt bleibt auch lange nach dem Ende des Kalten Krieges geprägt von Polaritäten: Rechts und Links, Rot und Schwarz, Extremluxus und Prekariat. Auch die Trends oszillieren zwischen den Polen: Realismus und rational geprägter Essentialismus auf der einen, Fantasie und eskapistischer Maximalismus auf der anderen Seite. Viel mehr als um Pole handelt es sich aber um Felder und Spielwiesen, die angefüllt sind von einem reichen Angebot an zeitgeistigen Optionen, die sich teils gegenüberstehen, teils Hand in Hand gehen, denn, so Jeroen van Rooijen, Trendboard-Chef des Deutschen Modeinstituts DMI: „Mode ist kein Solo, sondern ein vielstimmiger Chor.“
Das Themenfeld des Realismus ist geprägt von gekonnter Reduktion und Alltagstauglichkeit:
Abgeräumte Eleganz, deutlich sichtbare Einflüsse aus Body- und Sportswear; innovative Funktionstextilien und elastische Materialien erzeugen eine moderne Optik. In Kombinationen kommen die sehr körperbewussten Teile noch besser zur Geltung. Elemente der klassischen Menswear wie das weiße Hemd, die Bundfaltenhose und das Sakko sind in Proportion und Material an weibliche Bedürfnisse angepasst. Für den schicken Auftritt inszeniert man sich mit bewusst properer Attitüde im Stil des 50er Jahre-Sonntags-Outfits.
Dem gegenüber stehen Phantasie und Maximalismus – mit Posen und Inszenierungen, Körperkult und exotischen Sehnsüchten, maßgeblich inspiriert vom Street Style voller Spannungen und Brüche. Spielerische Rezepte für Individualität und Rollenspiel: Hyperfeminität setzt auf Sinnlichkeit, Sexappeal und die Macht der Kurven. Neue digitale Drucktechniken eröffnen der Mode ganz neue Dimensionen für expressive Motivwelten, Verfremdungen, extreme, übergroße Grafik und intensiv florale Drucke. Die Sehnsucht, auszubrechen, kulminiert in einem neuen „Ibiza-Feeling“, wo ein entspannter, alternativer Lebensstil mit Highlife Jetset und Pool Party verschmelzen. Provokation durch Punk, Radikalität, Protest und Krawall bleiben auch im Sommer 2012 unentbehrlich, um das schwankende Lebensgefühl unserer Zeit expressiv zu vermitteln.
Farbe bekennen – das ist die zentrale Gestaltungshaltung für den nächsten Sommer. Intensive, leuchtende Farben geben Impulse zum Überdenken von Proportionen und transportieren Modernität. Digitale Brillanz verändert die Farbwahrnehmung. Kräftige Colours, expressive Kontraste, Schwarz als neu definierter Partner intensiver Farben mit grafisch ordnender Funktion. Blau tritt als Alternative zu Schwarz auf. Digital inspirierte Drucke – Papageien, Blumen, Palmen, Pflanzen - unterstützen die Farboffensive. Dem gegenüber bleibt helle Leichtigkeit durch Noncolours und zarte Pastelle ein wichtiges Ausdrucksmittel sommerlicher Unbeschwertheit. Damit geht ein deutlicher Silhouettenwechsel einher. Die Schulterlinie ist natürlich schmal und ohne Polster, die Taille wird gerade bis zur jeweiligen Saumweite fortgeführt, die Schnitte werden weiter.
DEBÜT 16. bis 18. Juli 2011
Orderstart für die Saison Frühjahr/Sommer 2012
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