Was kommt? Mal nachdenken ...

Besinnung, Korrektur und Neuordnung – das sind die zentralen Themen zu Beginn des zweiten Jahrzehnts des 3. Jahrtausends. Sie betreffen alle Lebensbereiche, von globaler Weltwirtschaft, den Finanzmärkten, politischen Wegen zur Lösung kriegerischer Auseinandersetzungen bis hin zum empfindlichsten Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen, der Mode. Die ganze Zerrissenheit und Aufgeregtheit unserer Zeit spiegelt sich in ihr ebenso wider wie das Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit, Umweltbewusstsein und die große Sehnsucht nach Lebenslust. Dem entsprechend wird man den ganz neuen, wie aus dem Nichts auftauchenden Trend vergeblich suchen. Vielmehr entwickelt sich der Modetrend für Herbst/Winter 2010/2011 aus dem Sommer 2010 weiter. Authentizität soll gegen Überforderung und Überdruss wirken, sie soll Geschichten erzählen und Herkunft belegen. Experimente mit Materialien und expressiven Farben, übermütige Dekorationen mit plakativen Bildern und vielen Strass-Steinen, entspannte Schnitte, die ein kreatives Drunter und Drüber erlauben – dazu lädt die neue Mode ein. Inspiration dazu, wie man es macht, gibt es auf der Straße. Berlin ist inzwischen eine ergiebige Quelle für Urbanwear-Kompositionen. Zwischendurch gibt es aber auch viele „Haltepunkte“ – korrekte Schnitte, ruhige „Nichtfarben“ als Basis für viel Frische. Was jetzt zählt, sind wahre Werte, weniger oberflächlicher Glamour Die aufrichtigen Marken des Mittelmarktes sorgen fürs funktionierende Alltägliche, das allerdings nie basic sein darf. Hersteller mit Kompetenz für etwas ganz Bestimmtes werden zu den Gewinnern gehören, ebenso Fachhändler mit dem Gespür für das gewisse Etwas und seine originelle Inszenierung.

Zurück